Ostsee

Kutterangeln, Brandungsangeln, Bodden

Die Angelreviere der Ostsee lassen sich grob kutterangeln_tg_IMG_7075in die Bereiche der offenen Ostsee und der Boddengewässer gliedern. Entlang der Küste gibt es die Kadettrinne um Rostock herum, vor den Ostseebädern Kühlungsborn und Boltenhagen sowie vor den Inseln Usedom, Hiddensee und Rügen.

Der Salzgehalt der Ostsee wird von West nach Ost immer geringer. So sind im Westen vorwiegend Dorsch und Plattfische, wie die Scholle, anzutreffen. Im östlichen Bereich sorgen die nahen Brackwasserregionen für ein erhöhtes Vorkommen von Hechten und Zander. Von den Häfen der Hansestädte und der Inseln starten regelmäßig geführte Angeltouren mit dem Fischkutter. Zum Kutterangeln sind Freizeitangler immer willkommen und werden durch erfahrene Kapitäne direkt zum Fisch gebracht.

Die Bodden- und Haffgewässer der Ostsee sind etwa 2 – 5 Meter tief. Der eher geringe Salzgehalt dieser Regionen kommt durch die zahlreichen Flussmündungen zustande. Die wichtigsten Boddenregionen sind der Greifswalder Bodden, das Stettiner Haff, der Kubitzer Bodden, wie auch der Boddenstreifen um die Halbinsel Fischland- Darss- Zingst. Dazu zählen der Saaler-, Bodstedter- und Barther Bodden sowie Koppelstrom und Grabow. Das Achterwasser umschließt die Insel Usedom, an die Mecklenburgische Ostseeküste grenzt das Salzhaff.

Brackwasser haben einen hohen Nährstoffgehalt. Hering, Hecht, Hornhecht, Zander und Barsche sind daher hier beim Laichen anzutreffen. Boddengewässer beangelt man am besten vom Boot aus.
Das Seebrückenangeln ist in der Abend- und Morgendämmerung gestattet und kann mitunter Tiefen von 9 Metern erreichen. Das Licht des abendlichen Laternenscheins lockt Scholle, Steinbutt und, mit viel Glück, auch schon mal einen Hornhecht an die Angel.

Das Brandungsangeln direkt am Strand lohnt sich im Frühjahr, Herbst und Winter. Zwischen den Sandbänken wird der Fischpass in der Dämmerung ausgelegt. Insbesondere nach kräftigen Stürmen versuchen die Petrijünger am Strand oder der Mole ihr Angelglück.